Papst Leo zu seiner bislang längsten Reise nach Südamerika gestartet
Wegen seiner Krebs-OP stand Papst Leos Südamerikareise zeitweise auf der Kippe. Doch am Freitag ging es für ihn in Richtung seiner zweiten Heimat. Mit an Bord: Sicherheitspersonal, Geistliche und rund 80 Medienleute.
Vatikanstadt (KNA) Papst Leo XIV. ist am Freitag zu seiner elftägigen Reise nach Südamerika aufgebrochen. Sein Airbus A330 der italienischen Fluggesellschaft ITA Airways startete um kurz nach 7 Uhr vom römischen Flughafen Fiumicino Richtung Montevideo. Die Landung in der Hauptstadt von Uruguay ist für 20.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit vorgesehen - nach 11.100 Flugkilometern.
In dem kleinen südamerikanischen Land wird der Papst bis Sonntag bleiben, bevor er für drei Tage nach Argentinien fliegt. Am Mittwoch geht es weiter nach Peru, wo der Papst insgesamt rund 20 Jahre als Missionar seines Augustinerordens sowie als Bischof von Chiclayo wirkte. Aus dieser Zeit hat der erste US-Amerikaner im Papstamt auch die peruanische Staatsangehörigkeit.
An Bord sind neben Leo XIV., seinen geistlichen Beratern und Sicherheitsleuten auch rund 80 Vertreter internationaler Medien. Die Besatzung besteht laut ITA Airways aus drei Piloten und zehn Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern.
Wie üblich wird der Papst samt seiner Entourage vor Ort in Maschinen der örtlichen Fluggesellschaften transportiert. Insgesamt umfasst sein elftägiger Reiseplan etwa 31.000 Flugzeug-Kilometer sowie eine Vielzahl von Helikopter-Flügen.
In Südamerika hält er bei rund 50 politischen, sozialen und kirchlichen Begegnungen 36 Ansprachen. Als Höhepunkte des Aufenthalts gelten das Zusammentreffen mit dem wirtschaftsliberalen Präsidenten Argentiniens, Javier Milei, sowie der Besuch in seiner zweiten Heimat Peru. Leos XIV. erste Südamerika-Visite ist die bislang längste Reise seit seiner Papstwahl am 8. Mai 2025. Seine Rückkehr nach Rom ist für den Vormittag des 17. November vorgesehen.
Das 71-jährige Kirchenoberhaupt hatte sich erst am 13. Oktober einer Lungenkrebs-Operation unterzogen. Da der Tumor begrenzt war und keine Metastasen gebildet hatte, erlaubten ihm die behandelnden Ärzte die lange Reise nach nur dreieinhalb Wochen Erholungszeit.
