Evangelische Akademien bekräftigen Unvereinbarkeit mit AfD
Die Evangelischen Akademien sorgen sich vor den Folgen des Rechtsrucks in Deutschlands. In einer Erklärung beziehen sie Position - und distanzieren sich deutlich von der AfD.
Berlin (KNA) Die Evangelischen Akademien in Deutschland bekräftigen eine Unvereinbarkeit von Zielen und Ideologie der radikalen Rechten mit dem christlichen Glauben. "Die Grundsätze der Evangelischen Akademien schließen eine Zusammenarbeit mit der AfD und den ihr nahestehenden Organisationen aus", heißt es weiter in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung, die der Dachverband der Akademien zuvor auf seiner Mitgliederversammlung in Bad Boll (Baden-Württemberg) verabschiedet hat.
Durch eine mögliche rechtsextreme Regierungsübernahme, wie sie in Sachsen-Anhalt droht, sehen die Akademien demokratische Institutionen und Prinzipien sowie die plurale Zivilgesellschaft bedroht. Man müsse eine unabhängige Justiz, Verwaltung, politische Bildung, Wissenschaft und Medien rechtlich und institutionell absichern, heißt es in der Erklärung.
Die Akademien empfehlen, in der politischen und gesellschaftlichen Debatte eigene Themen zu setzen, anstatt ausschließlich auf die extreme Rechte zu reagieren. Demokratische Akteure sollten positive Vorstellungen einer lebenswerten Gesellschaft formulieren und Demokratie mit konkreten Alltagserfahrungen verbinden. Demokratie müsse als praktischer Gewinn und Möglichkeit gesellschaftlicher Mitgestaltung erfahrbar werden.
