Metall in Süßigkeiten: Polizei mahnt vor Martinstag zur Vorsicht
In Teilen von Deutschland ist es ein beliebter Brauch: Jahr für Jahr ziehen Kinder mit Laternen und Liedern vom heiligen Martin von Tür zu Tür und bekommen Süßigkeiten. Dieses Jahr überschatten Vorfälle die Tradition.
Düsseldorf (KNA) Zum Martinstag am 11. November ziehen Kinder vor allem im Rheinland traditionell singend von Tür zu Tür und sammeln Süßigkeiten - doch dieses Jahr ruft die Polizei sie zur Vorsicht auf.
Hintergrund sind die jüngsten Vorfälle am Halloween-Wochenende, bei denen in verschiedenen Bundesländern Nadeln, Nägel und Magneten in Süßigkeiten gefunden wurden. "Wir rufen dazu auf, insbesondere bei Süßigkeiten vorsichtig zu sein, die man von Leuten erhält, die man nicht kennt", sagte am Dienstag eine Sprecherin des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
"Wir können nicht ausschließen, dass sich manche Menschen als Trittbrettfahrer betätigen und sich einen vermeintlichen Spaß machen wollen", sagte die Sprecherin in Düsseldorf. "Das ist aber alles andere als ein Dummer-Jungen-Streich. Wir reden vom Versuch schwerer Straftaten, die schlimme Folgen haben, wenn Menschen solche Metallgegenstände verschlucken. Diese Fälle werden konsequent verfolgt. Den Tätern drohen hohe Strafen, egal aus welchen Motiven sie gehandelt haben."
Am Wochenende waren bundesweit zahlreiche Fälle bekanntgeworden, in denen Unbekannte Nadeln und Nägel in Süßigkeiten versteckt hatten. Vereinzelt verletzten sich Kinder beim Verzehr. Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen der Vorfälle.
