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Greenpeace wirft Ikea Zerstörung schützenswerter Wälder vor

Der Möbel-Massenhersteller Ikea kauft laut der Umweltorganisation Greenpeace Holz aus jahrhundertealten schwedischen Wäldern. Das Bullerbü-Idyll habe einen hohen ökologischen Preis, lautet der Vorwurf.

Die Umweltorganisation Greenpeace wirft dem Unternehmen Ikea vor, Holz aus schützenswerten Wäldern seines Stammlands Schweden zu verarbeiten. Eine Untersuchung von Greenpeace Nordic belege mithilfe nachverfolgbarer elektronischer Sender, dass Holz aus kahlgeschlagenen Kontinuitätswäldern in populären Regalmodellen gelandet sei. Der Möbelkonzern müsse "dringend seine Lieferketten aufräumen", erklärte Greenpeace am Dienstag in Hamburg.

Im Mittelpunkt der Recherche stehen sogenannte Kontinuitätswälder, in denen über Jahrhunderte keine großflächigen Fällungen stattfanden und die sich durch hohe Artenvielfalt auszeichnen. In schwedischen Kontinuitätswäldern schlage die Holzindustrie jährlich eine Fläche von rund 26.000 Hektar kahl, so viel wie 40.000 Fußballfelder, erklärte Greenpeace.

Erste Großkonzerne hätten nach Kampagnen die Zusammenarbeit mit Zulieferern wie dem Forstkonzern SCA eingestellt. Grund seien ökologische Schäden und die Folgen für die Bevölkerung der Sami, zu deren Lebensgrundlage die Wälder gehören. Jetzt sei Ikea an der Reihe. "Als Unternehmen mit schwedischen Wurzeln steht Ikea besonders in der Pflicht, die nordischen Wälder zu schützen und das kulturelle Erbe der Sami zu achten", erklärte Greenpeace.