Bundesschülerkonferenz plant Proteste am 20. November
Im Herbst wollen Tausende Jugendliche auf die Straßen gehen. Den Anfang machen am Samstag die Gen-Z-Demos. Für den 20. November ist eine große Kundgebung der Bundesschülerkonferenz angekündigt.
Bonn (KNA) Die Bundesschülerkonferenz plant eine eigene Demonstration für eine bessere Bildungspolitik am 20. November in Berlin. Zu den umstrittenen Jugendprotesten am kommenden Samstag rufe die Bundesschülerkonferenz nicht auf, sagte Generalsekretärin Amy Kirchhoff der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Donnerstag. Dennoch sei es wichtig, jungen Menschen zuzuhören und sie einzubeziehen: "Dann übernehmen wir auch gerne Verantwortung für die Gesellschaft", so Kirchhoff.
Die Initiative "Gen Z regelt" ruft für Samstag zu Jugendprotesten in fast 30 Städten auf. Auf der Internetseite der Initiative heißt es: "Unser Protest ist friedlich, ohne Ausnahme." Aufgrund der jüngsten Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich und Italien, wird auch in Deutschland über ein mögliches Eskalationspotenzial gesprochen. In den Chatgruppen und in den Sozialen Netzwerken gibt es laut Kirchhoff einerseits Aufrufe zu friedlichem Protest. "Es gibt aber auch Aufrufe zu zivilem Ungehorsam und auch teilweise zu Gewalt."
Kirchhoff rät deshalb dazu, "sich anzuschauen, wer organisiert den Protest bei mir vor Ort?" Insbesondere über die Kommunikationsplattform Telegram werde "immer mal wieder darüber informiert, wer das denn alles konkret vor Ort unterstützt". Obwohl die Generalsekretärin die Möglichkeit von Ausschreitungen sieht, sagte sie: "Ich glaube aber, dass gerade dieses Potenzial sehr stark überformuliert wird und dass wir an vielen Stellen auch auf die Forderungen stärker gucken müssen."
"Gen Z regelt" setzt sich nach eigenen Angaben "für Bildung, Gesundheit, Klimaschutz und ein bezahlbares Leben" ein. Eine bessere Bildungspolitik ist Kirchhoff zufolge seit 22 Jahren auch das zentrale Thema der Bundesschülerkonferenz.
Auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren sei eindeutig eine legitime Form von demokratischer Beteiligung, betonte Kirchhoff. Auch könnten Jugendliche in Schülerinnenvertretungen, Jugendbeiräten und kommunalen Jugendräten aktiv werden. Ebenso bestehe beispielsweise die Möglichkeit, eine Mail oder Instagram-Nachricht an den Abgeordneten des jeweiligen Wahlkreises zu schicken.
Für den 20. November sind auch Demonstrationen der Initiative "Schulstreik gegen Wehrpflicht" geplant. Laut Bundesschülerkonferenz besteht kein inhaltlicher Zusammenhang zu der eigenen Demo in Berlin.
