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Theologe: Halloween hat nichts mit Satanismus zu tun

Hexen, Vampire und Teufel gehören für viele zu Halloween. Der katholische Theologe Jan Frerichs erkennt darin keine Verbindung zum Satanismus. Kritischer als teuflische Verkleidungen sieht er eine andere Entwicklung.

Der katholische Theologe und Autor Jan Frerichs hat sich für einen gelassenen Umgang mit Halloween ausgesprochen. "Eine Verbindung zwischen Halloween und Satanismus sehe ich nicht", sagte er dem Kölner Internetportal domradio.de. Der Begriff Halloween gehe auf die englische Bezeichnung "All Hallows' Eve" für den Vorabend von Allerheiligen zurück.

Halloween wird traditionell am Abend des 31. Oktober gefeiert. Das Fest Allerheiligen begeht die katholische Kirche am 1. November.

Zwar könnten Verkleidungen mit Hörnern oder anderen teuflischen Motiven entsprechende Assoziationen wecken, so Frerichs. Halloween stehe jedoch vielmehr in einer langen Tradition von Festen rund um Totengedenken, Geister und die Auseinandersetzung mit dem Unbekannten. Ähnliche Elemente gebe es auch in der Fastnacht.

Kritischer als vermeintlich satanistische Bezüge sieht Frerichs die Kommerzialisierung des Festes. Der spielerische Umgang mit Hexen, Vampiren oder anderen Gruselgestalten könne zudem helfen, sich mit Angst und dem Bösen auseinanderzusetzen. "Nicht die Angst hilft uns im Umgang mit dem Bösen, sondern eine Form von Kenntnis", so der Theologe.

Aus christlicher Sicht sei das Böse zudem nicht eine eigenständige Macht oder Person. Vielmehr werde es als Mangel am Guten betrachtet. Im Umgang damit empfiehlt Frerichs vor allem Humor und Selbstkritik: "Bevor ich das Böse irgendwo anders suche, schaue ich erst einmal bei mir selbst."