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Jugend wünscht Verbot von Influencer-Werbung für ungesundes Essen

Proteinpulver, Energydrinks, Diätshakes. Influencer werben auf Social Media reichlich für solche Produkte. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen stößt das mehrheitlich jedoch nicht auf Zustimmung.

Jugendliche und junge Erwachsene wünschen sich mehrheitlich ein Verbot von Influencer-Werbung für ungesunde Lebensmittel. Das ist das Ergebnis einer vom Verbraucherzentrale Bundesverband in Auftrag gegebenen Umfrage, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. Den Angaben zufolge stimmten 57 Prozent der 14- bis 25-Jährigen der Aussage zu, dass Influencer keine Werbung für ungesunde Lebensmittel machen sollten.

Allerdings gaben vier von zehn jungen Menschen an, bereits mindestens ein Lebensmittel gekauft zu haben - nachdem ein Influencer dieses empfohlen hatte. Dabei ist der großen Mehrheit klar: Es handelte sich um Werbung. 87 Prozent der Befragten sagten, diese sei auf Social Media leicht zu erkennen.

Nach den Worten von Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, sind Soziale Medien voll von Werbung für überzuckerte oder fettige Lebensmittel sowie fragwürdigen Ernährungsempfehlungen. "Gerade Kinder und Jugendliche sind dafür besonders empfänglich", so Pop, die die Politik in die Verantwortung nahm. Diese müsse junge Menschen besser schützen und Influencer-Werbung für ungesunde Lebensmittel verbieten, die die Nährwertkritierien der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht erfüllen.

Eine bloße Kennzeichnungspflicht für Werbung reiche nicht aus, hieß es weiter. Influencer-Marketing wirke gerade deshalb, weil Produkte in persönliche Geschichten, Alltagsroutinen und vermeintlich authentische Empfehlungen eingebettet werden.

Für die Online-Befragung hatte das Institut forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands vom 4. bis 12. Oktober 547 Personen im Alter von 14 bis 25 Jahren befragt.