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Umfrage: Social Media für politische Botschaften am wirksamsten

In vielen Ländern gehen junge Menschen gerade für ihre Anliegen auf die Straße. Eine EU-Umfrage zeigt, wie sie sich politisch einbringen und was sie von der Politik erwarten.

Junge Menschen in Deutschland sehen Soziale Medien laut einer Umfrage als effektivstes Mittel, um sich bei Politikern Gehör zu verschaffen. Unter allen Befragten aus den 27 EU-Ländern wurde das Abstimmen bei Wahlen am häufigsten genannt, wie aus der Umfrage unter 15- bis 30-Jährigen hervorgeht. Die EU-Kommission veröffentlichte die Ergebnisse am Mittwoch in Brüssel.

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten in der EU wie auch in Deutschland gaben an, im vergangenen Jahr etwas unternommen zu haben, um die Gesellschaft zu verändern. Dazu zählten etwa die Teilnahme an Kundgebungen, das Unterschreiben von Petitionen oder ein Brief an einen Politiker.

Der Aussage "In Deutschland haben junge Menschen die gleichen Chancen, im Leben erfolgreich zu sein, wie gleichaltrige junge Menschen vor 30 Jahren" stimmte etwas mehr als ein Drittel der Befragten zu. Gut die Hälfte sah das nicht so. Etwa jeder Siebte zeigte sich unentschlossen. Eine ähnliche Tendenz gab es bei der Frage, ob Entscheidungsträger in Deutschland die langfristigen Folgen ihrer Entscheidungen berücksichtigen.

Von der EU erwarten junge Menschen aus allen Mitgliedsländern für ihre Generation vor allem die Bewahrung des Friedens, die Stärkung der internationalen Sicherheit und Zusammenarbeit sowie den Kampf gegen Armut und Ungleichheit. Europaweit auf dem dritten Platz lag die Forderung an die EU nach mehr Arbeitsmöglichkeiten für junge Menschen.

In Deutschland nannten die Befragten als Erwartung an die EU am häufigsten den Kampf gegen Armut und Ungleichheit. Es folgte die Förderung von Menschenrechten, Demokratie und europäischen Werten. Die Bewahrung des Friedens und der Sicherheit wurde am dritthäufigsten genannt.

Die nach Angaben der Kommission repräsentative Befragung wurde zwischen dem 19. Juni und 1. Juli in allen 27 EU-Ländern durchgeführt. Insgesamt wurden knapp 27.000 Menschen online befragt. Auftraggeber der Umfrage ist die Europäische Kommission, durchgeführt hat sie das Meinungsforschungsinstitut Demoscopy.