Umfrage: Jede zweite Lehrkraft fühlt sich von KI überfordert
KI gehört für viele Lehrkräfte inzwischen zum Alltag. Viele nutzen sie auch für schulische Zwecke. Allerdings bleiben im Alltag bei Regeln und Kontrolle viele Fragen offen.
Berlin (KNA) Durch den Einsatz von KI ist auch die Unsicherheit an Schulen gewachsen. Jede zweite Lehrkraft fühlt sich laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Digitalverbands Bitkom durch den Einsatz von KI überfordert. 70 Prozent halten die KI-Nutzung von Schülerinnen und Schülern für kaum kontrollierbar. Und rund 7 Prozent der befragten Lehrkräfte gaben an, schon einmal ungeprüft Noten durch KI vergeben zu haben. Insgesamt nutzen laut der Umfrage 58 Prozent der Lehrkräfte Künstliche Intelligenz für schulische Zwecke.
Für die Umfrage befragte der Digitalverband Bitkom nach eigenen Angaben 501 Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen I und II in Deutschland. Sie wurden demnach auch gefragt, wie sie das Nutzungsverhalten von KI durch Schüler und Schülerinnen bewerten.
Jede achte Lehrkraft gibt demnach an, den Einsatz von KI bewusst auch in Prüfungssituationen zu erlauben. Wichtig sei den Lehrkräften grundsätzlich Transparenz. Fast alle sind der Meinung, Schülerinnen und Schüler sollten kennzeichnen müssen, wenn sie KI für schulische Aufgaben genutzt haben, wie es in der Umfrage heißt.
Weiter erklärten 57 Prozent der befragten Lehrkräfte, dass es an ihren Schulen klare Regeln für den KI-Einsatz an ihrer Schule gebe. Da KI inzwischen zum Schulalltag gehöre, seien umsetzbare Regeln umso wichtiger, erklärte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst. Diese sollten festlegen, wann ein KI-Einsatz erlaubt und sogar erwünscht ist und wann nicht. Solche Leitlinien schafften Sicherheit und ermöglichten einen verantwortungsvollen Umgang mit KI. Denn viele Lehrkräfte setzen laut Umfrage auch auf das Potenzial von KI und hoffen auf Entlastung bei Routineaufgaben.
