Kampf gegen Smog - Fahrverbot für eine Million Autos in Neu-Delhi
Die Luftqualität in Neu-Delhi ist im Winter besonders schlecht. Die indische Hauptstadt gehört in dieser Zeit regelmäßig zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung weltweit - und kämpft dagegen an.
Neu-Delhi (KNA) Mehr als eine Million Fahrzeuge dürfen ab dem 1. November nicht mehr in die indische Hauptstadt Neu-Delhi einfahren. Die neue Regelung zur Verminderung der extremen Luftverschmutzung in der Winterzeit betreffe insbesondere Pendler und Lieferfahrzeuge, berichtete das Nachrichtenportal "Times of India" am Montag. Sie greife für Fahrzeuge aus den Nachbarregionen Gurgaon, Faridabad, Noida, Greater Noida und Ghaziabad, die nicht die strengste Abgasnorm erfüllten. Das Verbot gelte bis zum 31. Januar.
Zur Durchsetzung der Maßnahme verstärken die Behörden laut Bericht Kontrollen an den Zufahrtsstraßen mit KI-gestützten automatischen Kennzeichenerkennungskameras.
Im Winter sorgen niedrige Temperaturen, schwache Winde und sogenannte Inversionswetterlagen dafür, dass die schadstoffbelastete Luft nicht aufsteigen kann. Als Ursachenbündel für den Smog gelten Verkehr, Industrie, Energieerzeugung, Biomasseverbrennung, ungünstige Wetterbedingungen und Brandrodungen der abgeernteten Felder rund um den Ballungsraum Neu-Delhi mit rund 30 Millionen Einwohnern.
Die Luftqualität wird in den Tagen rund um das hinduistische Lichterfest Diwali durch das massenhafte Abbrennen von Feuerwerkskörpern zusätzlich belastet. Die mehrtägigen Feierlichkeiten beginnen in diesem Jahr am 6. November.
