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"Quizgott" Sebastian Jacoby verrät Tipps für Quizfragen zu Kirche

Ein "Quizgott" mit Humor: Sebastian Jacoby tritt seit 2013 als einer der "Jäger" bei "Gefragt, gejagt" an. Seinen Spitznamen nimmt er mit Humor und betont, keinen Anspruch auf Göttlichkeit zu erheben.

Mit Videotext und Wikipedia bereitet sich "Quizgott" Sebastian Jacoby auf Quizfragen in TV-Shows vor. Im Videotext "hat man aktuelle Nachrichten als kurze Zusammenfassung. Das ist genau die Ausführlichkeit, die man für Quizze gebrauchen kann", sagte der Quiz-Experte im am Montag veröffentlichten katholisch.de-Interview.

Ansonsten könne er mit Blick auf Quizfragen zu Kirche Wikipedia empfehlen, wo es Foren gebe, die sich speziell mit Religion beschäftigen: "Und man hat das Phänomen, dass man vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt. Man liest einen interessanten Artikel, findet einen Link und nach 20 Minuten ist man ganz woanders gelandet." Außerdem schreibe er Quizfragen für Kneipenquizze und präge sich die Antworten dabei auch selbst ein.

Jacoby gehört seit 2013 zum Team der "Jäger" in der ARD-Sendung "Gefragt, gejagt". Er tritt mit seinem Wissen gegen die Kandidaten an - und nennt sich dabei "Quizgott". Über den Namen habe er viel nachgedacht, berichtete er. Schließlich sei die Bezeichnung "Fußballgott" dem Radioreporter Herbert Zimmermann bei der Weltmeisterschaft 1954 vorgeworfen worden.

Er habe den Namen trotzdem gewählt: "Das mag jetzt eine blasphemische Aussage sein, aber ich glaube, dass der liebe Gott sehr viel Humor hat, und ich glaube, der kann das ab. Ich beziehe da auch keinen Anspruch auf wirkliche Göttlichkeit daraus", sagte Jacoby. Er ergänzte: "Ich kann nur sagen, man sollte das bitte mit Humor nehmen und nicht glauben, dass ich das wirklich für mich in Anspruch nehmen würde."

Für die Teilnahme an einer Quizshow lohnt es sich laut dem Experten, sich auf verschiedene Bereiche von Kirchenfragen vorzubereiten: "Was tut sich gerade in der Kirche, in ihrer Organisation?" Ebenso seien Aufzählungen beliebt: Sieben Sakramente, sieben Todsünden, die Bistümer der katholischen Kirche in Deutschland. Heilige und Namenstage seien ein häufiges Thema, skurrile Fakten und Bibelwissen.

Jacoby sagte, er sei als evangelischer Christ in einer mehrheitlich katholischen Gegend im Allgäu aufgewachsen. Er sei konfirmiert worden und später aus der Kirche ausgetreten, glaube aber nach wie vor: "Ich habe immer an Gott geglaubt", sagte er. Historisch-kulturell betrachtet, interessiere er sich für jede Form von Kirchengebäuden und die Geschichte, die dahintersteht.