Umfrage: 89 Prozent wünschen sich weltweit gültige Regeln für KI
Fast alle wollen klare Regeln für KI - aber nur fast. Eine neue Umfrage zeigt breite Zustimmung zu weltweiten Vorgaben. Doch in einer Altersgruppe und bei den Anhängern einer Partei fällt die Bewertung anders aus.
Berlin (KNA) Eine große Mehrheit von 89 Prozent der Befragten in Deutschland findet weltweit gültige Regeln für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) sehr wichtig (70 Prozent) oder wichtig (19 Prozent). Nur 9 Prozent halten solche Regeln für nicht wichtig oder gar nicht wichtig. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage für das Magazin "Internationale Politik".
Auf die Frage "Sollte es weltweit gültige Regeln für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz geben?" gab es kaum Unterschiede zwischen West und Ost. Auch zwischen Männern (68 Prozent für "sehr wichtig") und Frauen (72 Prozent) gab es nur eine geringe Differenz.
Bei den 18- bis 29-Jährigen war der Anteil bei "sehr wichtig" mit 47 Prozent mit Abstand am geringsten, 38 Prozent entschieden sich hier für "wichtig". "Sehr wichtig" antworten bei den 30- bis 44-Jährigen 70 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen 79 Prozent und bei den über 60 Jahre alten Befragten 77 Prozent.
Befragte mit Abitur antworteten häufiger mit "sehr wichtig" (79 Prozent) als solche mit Mittlerer Reife (66 Prozent) und Hauptschulabschluss (61 Prozent).
Beim Blick auf die parteipolitischen Präferenzen halten AfD-Wählerinnen und -Wähler die Frage für vergleichsweise weniger wichtig als der Bundesdurchschnitt: 49 Prozent antworteten mit "sehr wichtig", 22 Prozent mit "wichtig" und 26 Prozent mit "nicht wichtig" oder "gar nicht wichtig".
Bei Anhängern der anderen Parteien liegt dieser letzte Wert nur zwischen 1 Prozent (CDU/CSU, SPD), 2 Prozent (Grüne) und 4 Prozent (Die Linke). Grünen-Wähler erreichten mit 93 Prozent bei "sehr wichtig" den Spitzenwert vor den Anhängern von SPD (85 Prozent), CDU/CSU (79 Prozent), Linke (67 Prozent) und AfD (49 Prozent).
Nach Angaben des Magazins befragte Forsa zwischen 9. und 12. Oktober 1.000 Personen. Der Wortlaut der Frage lautete: "Sollte es weltweit gültige Regeln für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz geben?"
