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Eberhofers "Flötzinger": Bin großer Freund von Kirchenräumen

Als schräger Handwerker Flötzinger ist er ein heimlicher Star der populären Eberhofer-Krimis. Im Interview zu Glaube, Kirche und Religion zeigt Schauspieler Daniel Christensen ganz andere Facetten.

Der vor allem als skurriler "Heizungspfuscher" Ignaz Flötzinger aus den Eberhofer-Krimis bekannte Schauspieler Daniel Christensen (48) ist "ein großer Freund von Kirchenräumen". Dem Kölner katholischen Internetportal domradio.de sagte er weiter: "Ich habe einen tschechisch-jüdischen Hintergrund, aber ich setze mich selbst trotzdem gerne immer wieder mal in der Kirche - für die Kontemplation."

Persönlich sei er "mit Jesus nicht aufgewachsen, weil ich nicht getauft war, aber später habe ich angefangen, mich auch mit der Bibel zu beschäftigen", so Christensen weiter. Er habe dann auch eine Pilgerreise ins Heilige Land mitgemacht und an Bibelarbeiten teilgenommen: "Das war sehr spannend für mich - und ich glaube, ich habe einen starken Bezug zu dem, was man Christusbewusstsein nennt."

Er komme aber eher aus einem jüdischen Kontext, fügte der TV-Star hinzu: "Ich bin auch auf einer jüdischen Schauspielschule gewesen und bin eigentlich eher über die Mystik geprägt."

Auf die Frage, welche besonderen Werte von der Gesellschaft mehr gewürdigt und gepflegt werden sollten, antwortete Christensen: "Ich habe mal gehört, dass im Alt-Aramäischen die Übersetzung von 'Du sollst nicht töten' eigentlich heißt: 'Wenn du mit Gott verbunden bist, wirst du nicht töten.' Sein Angebot ist kein Gesetz, sondern ein Angebot."

In diesem Gedanken stecke schon eine ganze Menge drin, so der Schauspieler weiter: "Wenn du willst und du die Wahl hast, dann kannst du dich mit etwas in dir beschäftigen, was dich auf eine Art und Weise in dir selbst verwurzelt, dass du nicht das Verlangen hast, anderen Menschen zu schaden."