Schweres Erdbeben erschüttert Tibet - Tote und Verletzte
Tibet ist durch die Kollision der indischen und der eurasischen Platte eine seismisch sehr aktive Region. Jetzt war es wieder so weit, die Erde bebte - mit schwerwiegenden Folgen.
Peking (KNA) In Tibet sind bei einem Erdbeben der Stärke 7,0 mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Bislang wurden 65 weitere Personen verletzt. Das Beben in der offiziell "Autonomes Gebiet Xizang" genannten Region verursachte darüber hinaus große Schäden an Telekommunikationseinrichtungen, der Stromversorgung sowie an Straßen und Gebäuden, wie staatliche chinesische Medien berichteten.
Staatspräsident Xi Jinping ordnete demnach eine umfassende Such- und Rettungsaktion für die Vermissten sowie eine medizinische Versorgung der Verletzten an. Da das betroffene Gebiet in einer großen Höhe mit niedrigen Temperaturen liegt, müssen laut Xi die seismische Aktivität sowie die Wetterbedingungen genau überwacht werden, um Folgeschäden zu verhindern. Das Erdbeben hatte am späten Donnerstagabend tibetischer Zeit den Kreis Baqen in der Stadt Nagqu erschüttert.
Das Tibet-Plateau ist das höchstgelegene Hochland der Erde. Aufgrund seiner hohen gravitativen potenziellen Energie dehnt es sich der US-amerikanischen Erdbebenwarte zufolge derzeit in Ost-West-Richtung aus. Diese durch die Schwerkraft angetriebene Ausdehnung lasse sich mit einem Klecks Honig vergleichen, der sich nach dem Ausgießen aus einer Flasche in die Breite verteile, hieß es.
