Internationales Friedenstreffen muss ohne Papst stattfinden
Vor kurzem wurde Leo XIV. ein Lungentumor operativ entfernt. Zur Schonung sagte er jetzt die Teilnahme an einem Friedenstreffen in Assisi ab. Der Gastgeber hofft auf einen späteren Besuch.
Vatikanstadt (KNA) Papst Leo XIV. hat nach seiner Lungenoperation seine für Dienstag geplante Teilnahme an einem internationalen Friedensgebet in Assisi abgesagt. Dies geschehe auf Anraten der Ärzte, teilte der Vatikan mit. Für den Besuch war ein Hubschraubertransfer in die mittelitalienische Stadt vorgesehen. Der Gastgeber des Treffens in Assisi mit Religionsführern aus aller Welt äußerte Verständnis für die Entscheidung Leos XIV. Man werde "in Gemeinschaft mit ihm beten", erklärte der Leiter des Minoriten-Konvents, Marco Moroni.
Der 71-jährige Papst hatte sich am 13. Oktober einem Eingriff unterziehen müssen, bei dem ein Lungentumor entfernt wurde. Der Vatikan erklärte, die Genesung verlaufe nach einer Kontrolluntersuchung "ausgezeichnet". Um die Erholung zu fördern, solle der Papst auf den Helikopterflug verzichten. Assisi liegt 130 Kilometer nördlich von Rom.
Statt persönlich zugegen zu sein, werde Leo XIV. eine Botschaft übermitteln, hieß es weiter. Anlass ist der 40. Jahrestag des Welttreffens der Religionen für den Frieden, das Johannes Paul II. 1986 initiierte. Geplant war, dass Leo XIV. und das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, Patriarch Bartholomaios I., mit Vertretern weiterer christlicher Kirchen in der Basilika San Francesco beten. Zudem wollen 80 Vertreter verschiedener Religionen einen gemeinsamen Friedensappell an die Welt richten.
Minoriten-Kustos Moroni sagte, man habe bis zuletzt gehofft, dass Leo XIV. das Gebet in Assisi persönlich leiten werde. Nichtsdestoweniger setze sich der Papst auch während seiner Genesung für den Frieden ein. "Am Dienstag werden wir daher, wenn auch aus der Ferne, in Gemeinschaft mit ihm beten", sagte Moroni. Er bekundete zudem Hoffnung auf einen Besuch des Papstes noch während des Gedenkjahres für Franz von Assisi. Dieses dauert bis zum 10. Januar 2027.
Vom 6. bis 17. November plant Leo XIV. eine Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru.
