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Lehrerverband hält Lesenlernen der analogen Uhr weiter für relevant

Am Wochenende wird die Uhr umgestellt. Ist das für Kinder und Jugendliche mit Smartwatches und Handys überhaupt relevant? Der Lehrerverband verweist auf die Vielzahl analoger Uhren im öffentlichen Raum.

Angesichts der anstehenden Zeitumstellung weist der Lehrerverband auf die Vielzahl analoger Uhren im Stadtbild hin. "Eine gewisse Umstellung auf digitale Uhren hat über Smartphones und Uhren an elektrischen Geräten zwar stattgefunden, aber es gibt in den Wohnungen und im Straßenbild und auch in Bahnhöfen nach wie vor viele analoge Uhren", sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Stefan Düll, auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin.

Das Lesen der analogen Uhr ist Lernstoff in der Grundschule. Allerdings, so Düll, reiche das Erklären und Üben in einer Unterrichtseinheit nicht; es brauche weiteres Üben mit den Eltern und anderen Bezugspersonen auch außerhalb der Schule. Seiner Erfahrung nach könnten die meisten Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen die analogen Uhren noch problemlos lesen, auch wenn sie selbst meist keine analoge Armbanduhr mehr trügen.

"Einige Jugendliche stellen auch gezielt ihr Smartphone oder ihre Smartwatch auf die Anzeige einer analogen Uhr um, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass sie mit dieser Anzeige intuitiver und schneller ablesen können", sagte Düll weiter. Auch seien Wendungen wie "Viertel vor" oder "Dreiviertel" bei Uhrzeiten weiterhin fest im Sprachgebrauch der meisten Kinder verankert.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (24. auf 25. Oktober) um drei Uhr werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Damit endet die Sommerzeit, und es gilt wieder die Mitteleuropäische Zeit, umgangssprachlich auch Winterzeit genannt. Der Sonntag hat also 25 Stunden. Morgens wird es ab dann wieder früher hell und abends eher dunkel.

Die Zeitumstellungen zweimal pro Jahr sind seit Längerem umstritten. Der Wechsel zwischen Winter- und Sommerzeit wurde in Deutschland in Folge der Ölkrise 1980 erneut eingeführt. Damit sollten das Tageslicht besser ausgenutzt und Energie gespart werden.