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Führungskräfte in Deutschland sind laut Statistik meist männlich

An der Spitze von Unternehmen und Behörden stehen in Deutschland immer noch meist Männer. Die Frauenquote liegt bei rund 30 Prozent. Es gibt allerdings eine Ausnahme.

Im vergangenen Jahr war knapp jede dritte Führungskraft in Deutschland weiblich. Damit liegt die Bundesrepublik im EU-Vergleich deutlich unter dem Durchschnitt, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden auf Basis von Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Demnach erfassten die Statistiker für Deutschland 1,31 Millionen Männer in Führungsposition - und lediglich 569.100 Frauen. Das ergibt eine Quote von 30,3 Prozent; EU-weit liegt dieser Wert bei 35,9 Prozent.

Den Spitzenplatz im EU-Vergleich belegte Schweden mit einem Frauenanteil von 44,4 Prozent. Relativ hohe Quoten verzeichneten auch Lettland (43,8 Prozent) und Estland (43,1 Prozent). Am geringsten war der Anteil in Zypern mit 25,9 Prozent. Auch in Italien (28,6 Prozent) und den Niederlanden (30,0 Prozent) waren vergleichsweise wenige Führungskräfte weiblich.

In der Bundesregierung ist der Frauenanteil größer als in den Führungsetagen. Im dritten Quartal 2026 stellten Frauen nach Daten des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (EIGE) hierzulande 42,6 Prozent der Regierungsmitglieder. Damit lag Deutschland über dem EU-Schnitt von 33,5 Prozent.

Für Finnland verzeichnen die Statistiker EU-weit den größten Frauenanteil in der Regierung: Mit 56,7 Prozent waren hier mehr Frauen als Männer vertreten. Dänemark kam auf einen Frauenanteil von 52,4 Prozent, in Schweden war die Regierung paritätisch besetzt (50 Prozent). Am geringsten war der Frauenanteil in der Regierung in Tschechien (12,5 Prozent), gefolgt von der Slowakei (13,7 Prozent) und Zypern (16,7 Prozent).

Zu Führungspositionen zählen die Geschäftsführung kleiner Unternehmen, die Geschäftsführung oder Bereichsleitung großer Unternehmen sowie leitende Positionen im Verwaltungsdienst.