2026 ist miserables Kartoffel-Jahr - dennoch sind Pommes billiger
Die Dürre des Rekordsommers 2026 hat die Kartoffelernte einbrechen lassen. Ein Viertel weniger Knollen wurde geerntet als im Vorjahr. Das hat Folgen.
Wiesbaden (KNA) Bauern und Kleingärtner sind enttäuscht: 2026 ist ein miserables Kartoffel-Jahr. Die Ernte sank in Deutschland dieses Jahr wegen des Dürresommers um ein ganzes Viertel (24,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr auf voraussichtlich 10,4 Millionen Tonnen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.
Das bleibt nicht ohne Folgen: Verbraucherinnen und Verbraucher mussten im September an der Supermarktkasse im Schnitt 11,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat für Kartoffeln bezahlen.
Bei den verarbeiteten Kartoffelprodukten für die Tiefkühltruhe wie Pommes frites oder Kroketten ist der Preissprung dagegen noch nicht angekommen. In dieser Produktpalette lagen die Preise zuletzt um 4,7 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im September 2026 um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, darunter Nahrungsmittel insgesamt um 0,4 Prozent.
