Bundesregierung will Jugendschutz in Sozialen Medien voranbringen
Bundesfamilienministerin Prien will ernst machen: Für einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen im Digitalen hat sie Eckpunkte vorgelegt. Prien will auf EU-Ebene aktiv werden - aber auch national.
Berlin (KNA) Mit einem Eckpunktepapier unter anderem zu einem Mindestalter für Soziale Medien wie Tiktok und Instagram will die Bundesregierung den Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt vorantreiben. Das am Mittwoch beschlossene Papier sieht unter anderem vor, auf nationaler Ebene eine Altersgrenze von 13 Jahren festzulegen, solange es noch keine Regelung auf europäischer Ebene gibt. Ausgenommen sein sollen nur nachweislich kindgerechte Angebote. Für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren sind abgestufte Einschränkungen geplant.
Mit dem Kabinettsbeschluss soll die Umsetzung der Empfehlungen einer Expertenkommission beginnen. Die Bundesregierung schaffe "die Grundlage, damit Kinder und Jugendliche auch in der digitalen Welt sicher und selbstbestimmt aufwachsen können", sagte Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU). "Schutz, Befähigung und Teilhabe - das ist unser Auftrag."
Auf europäischer Ebene will sich die Bundesregierung ebenfalls für ein Mindestalter von 13 Jahren für Social Media einsetzen. Zudem müssten suchtfördernde Designs bereits bei der Entwicklung digitaler Anwendungen verhindert werden. Die EU-Kommission hat einen sogenannten EU Kids Act vorgeschlagen, der ähnliche Vorgaben vorsieht.
