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Umfrage: Ein passendes Auto macht zufriedener als ein teures

"Das Glück fährt nicht im teuersten Auto mit, sondern im passenden", sagt der Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen. Wie zufrieden Fahrerinnen und Fahrer sind, hängt von mehreren Faktoren ab.

Ein teures Auto macht offenbar nicht unbedingt glücklich - ein passendes schon. Wer das eigene Auto als passend empfindet, ist mit dem Fahren um 1,82 Punkte zufriedener als jemand, bei dem Auto und Bedürfnisse auseinanderliegen: Das zeigt eine Befragung des SKL Glücksatlas.

Grundsätzlich fahren die Menschen in Deutschland demnach gern Auto: Auf einer Skala von 0 ("überhaupt nicht zufrieden") bis 10 ("völlig zufrieden") liegt die Fahrzufriedenheit im Schnitt bei 7,78 Punkten.

Am zufriedensten sind Menschen, so die Untersuchung weiter, die 15.000 bis 30.000 Kilometer im Jahr fahren (8,01 Punkte). Wenigfahrer unter 5.000 Kilometern kommen auf 7,23 Punkte. Jenseits von 30.000 jährlich gefahrenen Kilometern sinkt die Zufriedenheit wieder - vermutlich, weil Stress, Anstrengung und lange Abwesenheit von zu Hause stärker wiegen als die Vorteile des Autos.

Auch der Antrieb spielt demnach eine Rolle: Wer elektrisch fährt, ist mit Fahrten um 0,38 Punkte zufriedener als Verbrennerfahrer. Zum Teil dürfte dies daran liegen, dass E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrer im Schnitt eher jung und wohlhabend sind. Wenn man diese Faktoren herausrechnet, bleibt laut Angaben ein Vorsprung von 0,27 Punkten. Die Sorge um die Reichweite trübt die Freude zwar etwas, doch "oft kommt das gute Gefühl hinzu, etwas für Umwelt und Gesellschaft zu tun, der sogenannte Warm Glow."

Ebenso sei die Zufriedenheit am Steuer eine Typfrage, heißt es: Manche Menschen suchen vor allem Vertrautheit, andere neue Reize. Wieder andere verbinden das Fahren mit Selbstbestimmung. Am zufriedensten am Steuer sind die Leistungstypen (8,12 Punkte): "Für sie ist die Straße eine Herausforderung, an der sie ihr Fahrkönnen zeigen." Auch Sicherheitstypen fühlen sich im Auto wohl (7,85 Punkte), denn es bietet ihnen Routine, Planbarkeit und Kontrolle.

Am unzufriedensten sind demnach die Erregungstypen (7,40 Punkte), denen der Verkehr zu wenig Reize bietet. Besonders deutlich werden diese Unterschiede im Stau: Jeder vierte Macht- oder Geltungstyp (25 Prozent) fühlt sich dort eingeengt und fremdbestimmt - dreimal so häufig wie andere Fahrertypen. Sicherheitstypen warten dagegen eher geduldig ab, und Leistungstypen bleiben gelassen.