Papst unterstützt junge Christen in Nahost mit Bildungsstipendien
Der Papst als Hilfsorganisation: Die Übernahme von Ausbildungskosten für Kinder und Jugendliche soll christliche Familien im Libanon, in Syrien und im Irak entlasten.
Vatikanstadt (KNA) Papst Leo XIV. stellt Finanzmittel bereit, um christliche Familien in den Krisengebieten des Nahen Ostens zu unterstützen. In Form von Stipendien übernimmt er die jährlichen Schul- und Universitätsgebühren für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Libanon, in Syrien und im Irak, wie das Nachrichtenportal "Vatican News" am Wochenende mitteilte.
Die Übernahme der Ausbildungskosten für Kinder und Jugendliche aus christlichen Familien soll die von Konflikten und wirtschaftlicher Instabilität betroffenen Gemeinschaften unmittelbar entlasten, wie es hieß. Der Vatikan wolle damit die Verbundenheit der Kirche mit den Christen in der Region unterstreichen. Die Vatikanbehörde für die Ostkirchen vergibt demnach die Stipendien, um den Zugang zu schulischer und akademischer Bildung in den drei Ländern sicherzustellen.
Das Bildungswesen im Libanon, in Syrien und im Irak leidet seit Jahren unter den Folgen von Krieg, Wirtschaftskrisen und dem Verfall der staatlichen Infrastruktur. Viele private und kirchliche Schulen, die historisch eine qualitativ hochwertige Ausbildung bieten, stehen vor dem finanziellen Kollaps, da verarmte Familien das Schulgeld nicht mehr zahlen können.
Junge Christen besuchen häufig katholische und konfessionelle Privatschulen sowie Universitäten, die neben akademischer Bildung auch Werte wie interreligiösen Dialog und Toleranz vermitteln. Der Mangel an Perspektiven und die Abwanderung qualifizierter Lehrkräfte gefährdet dies jedoch.
