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Meldung

Bundespräsident: Klimawandel setzt Gesellschaften unter Druck

Der vergangene Sommer hat die Folgen des Klimawandels auch in Deutschland gezeigt. In ärmeren Ländern sind schon jetzt Existenzen gefährdet, wie Bundespräsident Steinmeier betont.

Die Folgen des Klimawandels setzen nach den Worten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Gesellschaften zunehmend unter Druck. "Der vergangene Sommer hat auch uns eindringlich vor Augen geführt, was der Klimawandel anrichtet", sagte Steinmeier am Sonntag. "Wo Regen ausbleibt, brennen Wälder, trocknen Flüsse aus, verdorren Felder, gehen Ernten verloren. Wetterextreme häufen sich, bei uns in Deutschland, in Europa und weltweit."

Dramatisch seien die Folgen aber vor allem für Menschen in Ländern, in denen Krieg und Armut den Alltag bestimmten, so das deutsche Staatsoberhaupt weiter. "Sie leiden ganz besonders unter Ernteausfällen; auf Hunger folgt Gewalt, auf Gewalt folgt Hunger."

Dennoch gebe es Wege, diesen Teufelskreis aufzubrechen. Das zeige beispielsweise ein Saatgut-Projekt in der Zentralafrikanischen Republik, so der Bundespräsident in seiner traditionellen Ansprache zur Woche der Welthungerhilfe. Mit diesem Projekt sei es gelungen, eine zertifizierte Produktion von Saatgut aufzubauen, die Herstellerinnen und Hersteller auszubilden und sie in einem Netzwerk zusammenzubringen.

Die widerstandsfähigen Samen trotzten auch dem Klimawandel, sagte Steinmeier. "Was daraus wächst, ist weit mehr als eine gute Ernte: Mais, Maniok, Bohnen, Erdnüsse, Sesam, Reis und Sorghum - all das ernährt die Menschen vor Ort und schafft zugleich die Grundlage für ein besseres Einkommen, insbesondere für Frauen."

Rund um den Welternährungstag am 16. Oktober stellt die Welthungerhilfe ihre Arbeit mit der Woche der Welthungerhilfe der Öffentlichkeit vor. Seit Gründung der Hilfsorganisation ist der jeweilige Bundespräsident Schirmherr der Welthungerhilfe.