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Meldung

Hilfswerk kritisiert psychologische Kriegsführung in der Ukraine

Viele Angriffe auch auf zivile Ziele: Von den Attacken Russlands sind viele Menschen, oft auch Kinder, betroffen. Das Hilfswerk Help setzt auf verschiedene Maßnahmen, um ihnen zu helfen.

Das Hilfswerk Help warnt zum Welttag der mentalen Gesundheit vor den Folgen einer psychologischen Kriegsführung in der Ukraine. "Die ständige Bedrohung, Verluste und Schlaflosigkeit sind eine massive Belastung. Die Menschen sollen psychisch gebrochen werden und brauchen dringend Unterstützung", erklärte der Ukraine-Programm-Manager des Hilfswerks, David El Haidag, am Dienstag in Bonn. Im September seien Städte wie Kiew durchgehend unter Beschuss gewesen, darunter viele zivile Ziele.

Die Lage sei gerade für Kinder katastrophal. Viele litten unter Ängsten, Schlafstörungen, Trennungsangst sowie Lern- und Kommunikationsschwierigkeiten, so El Haidag. Zugleich werde es für die Helfer immer schwieriger, Unterstützung zu leisten. "Die psychosoziale Versorgung der Menschen ist entscheidend, damit sie die Zeit des Krieges durchstehen und nach Kriegsende wieder nach vorne blicken können", sagte El Haidag. Help setze dafür auf Kunst-, Spiel- und Gesprächstherapie sowie Übungen zur Stressbewältigung.

Der Welttag der mentalen Gesundheit am 10. Oktober stellt seit 1992 psychische Erkrankungen in den Mittelpunkt, um diese aus der Tabuzone zu holen.