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Meldung

Jugendbuchverlage wollen mit Label für mehr Transparenz bei KI sorgen

Immer öfter landen Kinderbücher auf dem Markt, die mit Künstlicher Intelligenz entstanden sind. Davon wollen sich 18 Kinder- und Jugendbuchverlage künftig stärker absetzen - mit einer ganz konkreten Maßnahme.

Kurz vor dem Start der Frankfurter Buchmesse wollen 18 große deutsche Kinder- und Jugendbuchverlage für mehr Transparenz im Umgang mit Künstlicher Intelligenz sorgen. Am Montag kündigten sie in Frankfurt die Einführung des Labels "Von Menschen - geschrieben - gestaltet - geprüft" an.

Es soll am Freitag (9. Oktober) auf der Buchmesse offiziell vorgestellt werden und sichtbar machen, "dass Texte, Illustrationen und Gestaltung von Menschen geschaffen und die Bücher in den Verlagen redaktionell geprüft werden".

Seit längerem nimmt die Zahl der KI-generierten Titel unter anderem im Kinder- und Jugendbuchbereich zu. Mit der Initiative wollen sich die Verlage einsetzen für menschliche Kreativität, redaktionelle Verantwortung und den Schutz kreativer Leistungen. Zugleich soll das Label Leserinnen und Lesern, Eltern sowie Buchhändlerinnen und Buchhändlern eine klare Orientierung bieten.

Entwickelt wurde das Label, das zusätzlich zum Slogan eine Hand zeigt, die einen Stift hält, von einer Arbeitsgruppe der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen avj. Zu den Unterstützern gehören unter anderem Arena, dtv, Kosmos und Ueberreuter sowie die Kinder- und Jugendbuchverlage der Penguin Random House Verlagsgruppe.

Das Label verbietet ausdrücklich nicht den Einsatz von Künstlicher Intelligenz beispielsweise zur Unterstützung von Prozessen, Analysen oder Recherchen in Verlagen. Es gehe nicht um die Ablehnung einer Technologie, "sondern um Transparenz und Verantwortung gegenüber den schöpferischen Werken von Menschen".