Jüngster Bischof offen für Amtszeitbegrenzung
Katholische Bischöfe müssen mit 75 Jahren dem Papst ihren Rücktritt anbieten. Es häufen sich aber die Fälle, in denen Bischöfe nicht so lange durchhalten. Kommt die Regelung daher auf den Prüfstand?
Hildesheim (KNA) Deutschlands jüngster katholischer Bischof, Martin Marahrens (49), zeigt sich offen für eine stärkere Amtszeitbegrenzung. Die Anforderungen an das Bischofsamt seien deutlich gestiegen, sagte der Hildesheimer Weihbischof in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) und des Portals katholisch.de. Daher sei die bisherige Altersgrenze von 75 Jahren möglicherweise zu hoch.
Einerseits denke er: "Das hat ja auch was, dass so ein Bischof verlässlich an einer Stelle ist. Und dass er auch bis 75 diesen Dienst wahrnimmt." Andererseits habe es zuletzt mehrere vorzeitige Rücktritte von Bischöfen gegeben, sagte Marahrens. "Insofern sollte man sich jetzt der Diskussion nicht verschließen."
Der 49-Jährige ist seit Februar Weihbischof in Hildesheim. Nach dem Wechsel von Bischof Heiner Wilmer nach Münster wurde er im Juni zum Diözesanadministrator gewählt, der bis zur Wahl eines neuen Bischofs das Bistum leitet. In der vergangenen Woche nahm er zum ersten Mal an der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda teil.
