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Caritas-Präsidentin hält Tankrabatt für Fehlentscheidung

Statt das Tanken zu unterstützen, braucht es aus Sicht des Deutschen Caritasverbandes einen besseren und günstigeren öffentlichen Nahverkehr - vor allem für Familien.

Der erneute Tankrabatt ist für den Deutschen Caritasverband ein Drehen an der falschen Stellschraube. "Der Tankrabatt als Bezuschussung fossiler Brennstoffe bei gleichzeitiger Preiserhöhung für das Deutschlandticket ist eine ökonomische und klimasozialpolitische Fehlentscheidung", sagte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa am Donnerstag in Berlin. Stattdessen brauche es einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, vor allem mit Blick auf Familien.

Die mögliche Preiserhöhung für das Deutschlandticket sei Ausdruck fehlenden politischen Willens. Die Zuschüsse von Bund und Ländern seien hier gedeckelt, dabei zeige der Tankrabatt, dass es finanzielle Spielräume gebe. "Für dieses nachweislich nicht wirksame, kurzfristige Instrument werden 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, obwohl damit die Spritpreise nicht effizient gesenkt und vielmehr die Gewinne der Erdölbranche gesteigert werden", beklagte Welskop-Deffaa.

Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hatte die voraussichtliche Preiserhöhung beim Deutschlandticket kritisiert. Es sei nicht zu akzeptieren, dass die Bundesregierung 2,5 Milliarden Euro Steuergelder für einen weiteren Tankrabatt freimache, aber das Deutschlandticket nicht wenigstens preisstabil halten könne.