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Nur wenige ältere Menschen leben in barrierefreien Wohnungen

Ob gutes Altern in den eigenen vier Wänden gelingen kann, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Barrierefreiheit und Infrastruktur werden besonders wichtig, wenn Menschen mehr Zeit in ihrer Wohnung verbringen.

Nur die wenigsten älteren Menschen leben nach eigenen Angaben in einer Wohnung, die weitgehend barrierefrei ist. Auf 5,6 Prozent der Menschen ab 65 Jahren trifft das zu, wie eine am Mittwoch vom Informationsdienst Wissenschaft veröffentlichte Auswertung von Daten des Deutschen Alterssurveys zeigt. Als Kriterien dafür wurden ein stufenloser Zugang zu Wohnung und Zimmern, ein barrierefreier Zugang zu den Sanitärräumen und eine bodengleiche Dusche herangezogen.

Deutlich besser sieht es bei der Bewertung des Wohnumfelds aus: Die überwiegende Mehrheit sieht ihr Wohnumfeld ausreichend mit Einkaufsmöglichkeiten, Ärztinnen und Ärzten, Apotheken und gut erreichbarem Nahverkehr ausgestattet. Gleichzeitig fühlten sich 35,5 Prozent der Menschen ab 65 Jahren nach Einbruch der Dunkelheit auf der Straße nicht sicher. Besonders häufig galt dies laut der Auswertung für Frauen, armutsgefährdete Personen und Menschen mit funktionalen Einschränkungen.

Insgesamt verweisen die Ergebnisse demnach auf eine ambivalente Ausgangslage: Viele ältere Menschen lebten 2023 in einem Wohnumfeld, das sie hinsichtlich der Versorgung als tragfähig einschätzten. Zugleich war der Wohnungsbestand nur in sehr begrenztem Umfang auf die Anforderungen einer alternden Bevölkerung vorbereitet, und Unsicherheit im öffentlichen Raum stellte für viele ältere Menschen ein Manko dar.

Der Deutsche Alterssurvey ist eine repräsentative Quer- und Längsschnittbefragung von Personen in der zweiten Lebenshälfte. Im Rahmen der Studie werden seit drei Jahrzehnten Menschen auf ihrem Weg ins höhere und hohe Alter regelmäßig befragt. Der Deutsche Alterssurvey wird gefördert vom Bundesfamilienministerium.