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Meldung

Sea-Watch: 28 Menschen vor Tunesien gerettet - sechs vermisst

Seenotretter haben im Mittelmeer zahlreiche Schiffbrüchige gerettet, die in einem Schlauchboot unterwegs gewesen sind. Sechs Menschen gelten als vermisst, darunter drei Kinder.

Die Seenotretter der Organisation Sea-Watch haben vor der Küste von Tunesien in internationalen Gewässern 28 Schiffbrüchige gerettet. Die Crew des Rettungsschiffs "Aurora" barg zudem zwei Tote, darunter ein Kind, wie Sea-Watch am Dienstag in Hamburg über den Einsatz im Mittelmeer mitteilte. "Fünf Überlebende befanden sich auf einem fast luftleeren Schlauchboot, 23 weitere hatten die Gasplattform Hasdrubal erreicht. Mindestens sechs Menschen werden vermisst, darunter drei Kinder einer Familie." Die italienischen Behörden hätten das italienische Lampedusa inzwischen als sicheren Hafen zugewiesen, die "Aurora" sei auf dem Weg zu der Insel.

"Regierungen feiern sinkende Ankunftszahlen als Erfolg", sagte Sea-Watch-Sprecherin Julia Winkler. "Wir sehen, was dieser 'Erfolg' bedeutet: mindestens zwei Tote und sechs Vermisste, darunter drei Kinder. Wer Abschreckung zur Priorität macht, nimmt diese Toten bewusst in Kauf. Wir fordern ein staatliches europäisches Seenotrettungsprogramm." Allein 2026 seien im Mittelmeer bereits mehr als 1.970 Menschen auf der Suche nach Schutz gestorben oder verschwunden.