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Meldung

Ministerium: Zu viele Lebensmittel landen im Müll

Abgelaufener Quark, altes Brot, angefaulte Paprika: In Deutschland landen Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Was kann man dagegen tun - nicht nur zum Tag der Lebensmittelrettung?

Das Bundesernährungsministerium hält das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung hierzulande weiter für problematisch. "Weiterhin landen zu viele Lebensmittel im Müll", erklärte ein Sprecher auf Anfrage am Freitag in Berlin. In Deutschland landen laut den jüngsten Zahlen rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr im Müll. Knapp 60 Prozent der Lebensmittelabfälle entstehen demnach in privaten Haushalten.

Der Ministeriumssprecher verwies auf eine 2019 beschlossene nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung. Dabei setze man insgesamt auf freiwillige, strukturierte Kooperation statt auf Zwang und Verbote. Strafen seien grundsätzlich nicht das richtige Gegenmittel.

Am Samstag ist "Tag der Lebensmittelrettung". Die Aktion findet direkt vor der bundesweiten Aktionswoche "Zu gut für die Tonne!" statt. Sie wird vom Bundesministerium gemeinsam mit den Bundesländern ausgerichtet. Die Initiative "Zu gut für die Tonne!" informiert seit 2012 Verbraucherinnen und Verbraucher, wie sie Lebensmittelabfälle vermeiden können, etwa durch Reste-Rezepte, ein Küchentagebuch und gemeinsame Kochaktionen.

Der Sprecher verwies weiter auf Maßnahmen wie etwa den Pakt gegen Lebensmittelverschwendung mit 14 Unternehmen des Groß- und Einzelhandels. Der Bericht für das Jahr 2024 belege, dass die Betriebe dadurch ihre Abfälle insgesamt um 25 Prozent verringern konnten. Überdies gebe es zahlreiche Kooperationen mit gemeinnützigen Foodretter-Organisationen wie der "Tafel".

Zudem gelten durch die neue EU-Abfallrahmenrichtlinie künftig europaweit verpflichtende Reduzierungsziele für Lebensmittelabfälle. Für die Verarbeitung und Herstellung ist demnach eine Verringerung der Abfälle um zehn Prozent bis 2030 vorgegeben. Für den Einzelhandel, die Außer-Haus-Verpflegung und die Haushalte müsse "in Summe eine Reduzierung von 30 Prozent pro Kopf erfolgen", hieß es.