Diakonie: Bundesregierung muss Sorgen der Menschen ernst nehmen
Bund und Länder stehen vor großen Reformen und Sparprogrammen. Aus Sicht der Diakonie dürfen diese nicht über die Köpfe der Menschen hinweg umgesetzt werden.
Berlin (KNA) Die geplanten Sozialreformen müssen aus Sicht der Diakonie gemeinsam mit der Bevölkerung durchgesetzt werden. "Reformen funktionieren nur mit den Menschen, aber nicht, wenn sie ohne den Rückhalt der eigenen Bevölkerung gemacht werden", betonte Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch am Donnerstag in Berlin.
Die Menschen sorgten sich um ihr finanzielles Auskommen, ihre Zukunft und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Deutschlands. "Die Pflegereform beispielsweise würde in ihrer jetzigen Form Pflegebedürftige und ihre Angehörigen enorm belasten, den Pflegeberuf schwächen und insbesondere die gemeinnützigen Pflegedienste in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährden", warnte Schuch.
Ein "Weiter so" bei den Sozialreformen dürfe es folglich nicht geben. "Bundesregierung und die Koalitionsfraktionen im Bundestag müssen jetzt eine deutliche Kurskorrektur vornehmen", forderte Schuch und nannte in dem Zusammenhang etwa die Pflegereform. Aus den Sparprogrammen müssten Pläne für eine gerechte Zukunft werden.
