Impfstoff-Test gegen Ebola im Kongo beginnt
Seit Monaten breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo eine neue Variante des tödlichen Ebola-Virus aus. Jetzt soll ein Impfstoff erprobt werden, der sich bereits gegen eine andere Form des Erregers bewährt hat.
Genf (KNA) Im Kongo haben Testimpfungen gegen die grassierende Ebola-Epidemie begonnen. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO am Montag in Genf mitteilte, wurden 20.000 Dosen des Impfstoffs Ervebo für eine klinische Studie in der Provinz Ituri bereitgestellt. Ziel sei, Erkenntnisse über die Wirksamkeit des Vakzins bei der aktuell umlaufenden Bundibugyo-Variante des Virus zu gewinnen. Bislang ist ein Schutz durch Ervebo nur bei der Zaire-Variante nachgewiesen.
Erprobt werden soll der Impfstoff an Mitarbeitern des Gesundheitswesens, die dem Virus am stärksten ausgesetzt sind. Eine Ansteckung mit Ebola verläuft laut WHO statistisch in der Hälfte der Fälle tödlich. Nach jüngsten Daten der Gesundheitsbehörden, die die WHO zitiert, hat die Zahl der bestätigten Infektionen beim derzeitigen Ausbruch 7.600 überschritten; mehr als 3.670 Menschen starben. Fast acht von zehn Erkrankungen ereigneten sich in der ostkongolesischen Provinz Ituri.
