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Uruguays Bischöfe bei Papst Leo XIV. - Reisevorbereitungen

In knapp zwei Monaten steht eine wichtige Reise für Leo XIV. an: Er besucht Lateinamerika mit Argentinien, Peru und Uruguay. Aus dem kleinen Land kam am Freitag eine Bischofsdelegation zum Papst.

Papst Leo XIV. hat am Freitag die Bischofskonferenz von Uruguay empfangen. Das teilte der Vatikan ohne nähere Angaben mit. Doch vermutlich dürfte es bei dem Ad-limina-Besuch auch um seine Lateinamerika-Visite gegangen sein. Jede Bischofskonferenz der Welt ist gehalten, turnusgemäß zum Papst zu reisen, um mit ihm aktuelle Themen und Entwicklungen in ihren jeweiligen Ländern zu besprechen.

Der gebürtige US-Amerikaner Leo XIV., der seit einigen Jahren auch die peruanische Staatsbürgerschaft hat, wird vom 6. bis 17. November Uruguay, Argentinien und Peru besuchen. Zum Auftakt ist er bis 8. November in Montevideo, Paysandú und Florida in Uruguay.

Das kleine Land zwischen Brasilien und Argentinien ist deutlich wohlhabender als seine großen Nachbarn und gilt als liberal. In Uruguay gibt es seit 1916 eine strikte Trennung zwischen Kirche und Staat, weniger als die Hälfte der Uruguayer bezeichnet sich als katholisch.

Laizistisch und liberal sind auch viele Gesetze. Seit 2012 gilt bei der Abtreibung eine Fristenregelung mit Beratungspflicht, ähnlich wie in Deutschland. Und 2025 wurde per Gesetz die aktive Sterbehilfe für unheilbar kranke Menschen zugelassen. Die katholischen Bischöfe vor Ort haben sich zu dieser Form der Liberalität stets kritisch zu Wort gemeldet. Von Papst Leo XIV. wird erwartet, dass er ihnen Rückendeckung gibt.

Im Rahmen seiner Reise verbringt er in Uruguay, wo die Kirche wohl den geringsten gesellschaftlichen Einfluss in ganz Lateinamerika hat, drei Tage. In Argentinien, der Heimat seines Vorgängers Franziskus, das dieser als Papst niemals besuchte, sind es vier Tage. Und in Peru, wo er in Chiclayo von 2015 bis 2023 Bischof und zuvor bereits als Ordensmann tätig war, bleibt er fünf Tage.