RKI: Herzleiden kosten Deutsche die meisten Lebensjahre
Die Krankheitslast der Bevölkerung ist für das Robert-Koch-Institut ein wichtiger Indikator für gesundheitspolitische Entscheidungen zur Prävention und Versorgung. Herzkrankheiten spielen eine entscheidende Rolle.
Berlin (KNA) Koronare Herzleiden verursachen die meisten verlorenen Lebensjahre der deutschen Bevölkerung. Das geht aus den aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zur sogenannten Krankheitslast hervor. Dahinter folgen bei den verlorenen Lebensjahren Lungenkrebs, Schlaganfälle, chronische Lungenerkrankungen (COPD) sowie Alzheimer- und Demenzerkrankungen. Hauptursache für verlorene gesunde Lebensjahre sind demnach Schmerzen im unteren Rücken, gefolgt von Kopfschmerzerkrankungen, Angststörungen, Diabetes und depressiven Störungen.
Unter Krankheitslast versteht man die datenbasierte Darstellung des Gesundheitszustandes einer Bevölkerung. Unterteilt wird dabei in zwei Kategorien: Die durch gesundheitliche Einschränkungen verlorenen gesunden Lebensjahre sowie die durch Sterblichkeit verlorenen Lebensjahre. Beides zusammengerechnet ergibt die Krankheitslast.
Unterschiede gibt es demnach beim Geschlecht. Bei Frauen führen Schmerzen im unteren Rücken zu einer hohen Krankheitslast, dahinter folgen koronare Herzkrankheit und Kopfschmerzen; bei Männern verursacht die koronare Herzkrankheit die höchste Krankheitslast, vor Rückenschmerzen und Lungenkrebs. Bei der koronaren Herzkrankheit sei die Krankheitslast aber von 2017 bis 2022 rückläufig. Bei Angststörungen und Stürzen hat sie laut RKI zuletzt zugenommen.
