Kabarettist Hoëcker findet Eintritt im Kölner Dom gerechtfertigt
Bernhard Hoëcker ist als Comedian und Quiz-Experte als äußerst komisch bekannt. In einem Interview schlägt er nun ernstere Töne an - und erklärt, was Kinderbücher mit dem Glauben zu tun haben.
Köln (KNA) Bernhard Hoëcker (56), Schauspieler und Komiker, hält die Eintrittsgebühr für den Kölner Dom für in Ordnung. Eine solche "Maut" gebe es "in allen anderen Ländern" für große Kirchen, sagte Hoëcker dem Portal domradio.de. "Und ich weiß, dass beim Dom die Haltungskosten ein klassisches Einfamilienhaus übersteigen. Deshalb hat die Eintrittsgebühr ihre Berechtigung."
Seit dem 1. Juli kostet der Kölner Dom 12 Euro Eintritt für Touristinnen und Touristen: Er hat in den vergangenen Jahren mehr Geld gekostet, als er Einnahmen gebracht hat. Die Eintrittsgebühr soll die Finanzlage verbessern und Erhalt, Betrieb und Schutz der Kirche auch in Zukunft sichern. Für das laufende Jahr rechnet das Domkapitel mit Ausgaben von 16 Millionen Euro; ohne Eintritt wären davon 4 Millionen Euro nicht gedeckt. Die Einführung der Bezahlpflicht stieß sowohl auf Verständnis als auch auf Kritik.
Die Kirche in Bonn, wo er lebt, sei für ihn "immer ein Stück Heimat", sagte Hoëcker weiter. "Ich gebe aber auch zu, dass ich ein Skeptiker bin. Skeptiker zu sein, heißt nicht, dass man andere blöd findet, sondern dass man sich selbst hinterfragt. Also sich immer selbst zu hinterfragen ist das, was ich wahrnehme, das, was die Realität widerspiegelt. Aber das Katholische bleibt Heimat."
Er sei in einem christlich geprägten Elternhaus aufgewachsen, "das mir Werte vermittelt hat, die als christlich bezeichnet werden", so der Kabarettist. "Wenn ich mich demnach verhalte, ist es gut. Wichtig ist, dass wir Menschen miteinander friedlich auskommen und vor allen Dingen Toleranz zeigen."
