Bestatterverband: Beisetzungen Prominenter zeigen Trauer öffentlich
In Oslo wird Harald V. beigesetzt. Millionen Menschen verfolgen das Ereignis vor Ort und am Bildschirm. Aus Sicht des Bundesbestatterverbands werden dabei Rituale sichtbar, die sonst selten öffentlich präsent sind.
Berlin/Düsseldorf (KNA) Beisetzungen prominenter Persönlichkeiten wie Norwegens König Harald V. machen aus Sicht des Bestatterverbandes Trauer öffentlich sichtbar. "Menschen erleben dabei Rituale, Symbole und gemeinschaftliches Abschiednehmen, die im Alltag selten präsent sind", sagte der Bundesverband Deutscher Bestatter der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin. Das könne berühren und zeige, welche gesellschaftliche und persönliche Bedeutung eine würdige Abschiednahme habe. Harald V., seit 1991 König des nordeuropäischen Landes, war Ende August im Alter von 89 Jahren gestorben.
Solche Ereignisse können aus Sicht des Bestatterverbandes zudem Anlass sein, über den eigenen Abschied und persönliche Wünsche nachzudenken. "Generell lässt sich beobachten, dass sich mehr und mehr Menschen schon zu Lebzeiten Gedanken über ihre eigene Bestattung machen. Wie soll sie stattfinden? Welche Art der Beisetzung wünsche ich mir? Welche Musik soll gespielt werden?", erklärte der Verband. Eine Bestattungsvorsorge biete die Möglichkeit, solche Wünsche frühzeitig festzuhalten.
Zur Beisetzung von Norwegens König Harald V. sind am Mittwoch in Oslo Dutzende Staatsoberhäupter und Vertreter der europäischen Königshäuser angereist. Die Zeremonie ist auf mehreren Fernsehsendern live zu verfolgen.
