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Meldung

Institut zum Warntag: Mehr Schutz für Menschen mit Behinderungen

Am Donnerstag um 11 Uhr wird es bundesweit wieder laut: Smartphones und Sirenen heulen am Warntag. Im Notfall müssten auch Menschen mit Behinderung besser informiert werden, sagt das Menschenrechtsinstitut.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert vor dem bundesweiten Warntag am Donnerstag mehr Schutz für Menschen mit Behinderungen in Notlagen und bei Katastrophen. "Barrierefreie Infrastruktur und Kommunikation sind im Katastrophenfall entscheidend", sagte die Leiterin der Monitoring-Stelle des Instituts zur UN-Behindertenrechtskonvention, Britta Schlegel, am Mittwoch in Berlin.

"Ob Warnungen nicht nur akustisch, sondern auch optisch erfolgen, Fluchtwege oder Schutzräume barrierefrei zugänglich sind oder Informationen in Leichter Sprache zur Verfügung stehen, beeinflusst maßgeblich die Überlebenschancen von Menschen mit Behinderungen", erklärte Schlegel.

Das Institut empfiehlt der Politik in Bund und Ländern, Menschen mit Behinderungen als besonders gefährdete Gruppe im Zivilschutzgesetz des Bundes und in den Katastrophenschutzgesetzen der Länder anzuerkennen. Barrierefreiheit sei in den Gesetzen als Standard festzulegen. Zudem brauche es mehr spezielle Katastrophenschutzübungen. Menschen mit Behinderungen sollten bei Planungen einbezogen werden.

Der bundesweite Warntag von Bund, Ländern und Kommunen findet in der Regel einmal im Jahr am zweiten Donnerstag im September statt. Die Aktion dient der Erprobung von Warnsystemen. Die Probewarnung wird ab 11 Uhr unter anderem über Smartphones, Fernseher und Radios verbreitet. Auch Sirenen können ausgelöst werden. Gegen 11.45 Uhr folgt eine Entwarnung.