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Unbekannte zerstören Gedenkbaum im Berliner Tiergarten

Der Staatsschutz ermittelt: Unbekannte haben in Berlin einen Gedenkbaum zerstört, der an den mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag am Christopher Street Day erinnern sollte.

Im Großen Tiergarten in Berlin haben Unbekannte einen Gedenkbaum zerstört, der an die Opfer des Anschlags vom Christopher Street Day Ende Juli erinnern sollte. Wie die Berliner Polizei mitteilte, wurden der Baum sowie das Schutzgitter aus der Erde gerissen; weitere im Umfeld liegende Gegenstände wurden ebenfalls beschädigt und teils zerstört.

Eine Polizeistreife habe die Zerstörungen entdeckt, hieß es weiter. Die Ermittlungen würden vom Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamtes geführt.

Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus erklärten: "Wir pflanzen diesen Baum wieder. So oft, wie es nötig ist." Der Fraktionsvorsitzende Werner Graf sagte: "Wir, die queere Gemeinschaft in Berlin, wir geben nicht auf, wir werden nicht leise, wir werden uns nicht verstecken."

Am 25. Juli war nach der CSD-Parade in Berlin ein Auto in eine Menschenmenge am Tiergarten gefahren. Dabei wurden eine Person getötet und 31 weitere teils schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde später bei einem Polizeizugriff erschossen. Der Baum war vor rund einem Monat an der Stelle des Anschlags gepflanzt worden. Der Französische Ahorn ersetzte einen Baum, der bei dem Anschlag so stark beschädigt wurde, dass er gefällt werden musste.