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Kulturrat bedauert Schließung des Goethe-Instituts in Russland

Im Zuge der deutsch-russischen Spannungen werden Kultureinrichtungen geschlossen. Das Goethe-Institut in Russland ist dabei aus Sicht des Kulturrats ein herber Verlust - vor allem für Oppositionelle.

Die Schließung des Goethe-Instituts in Russland ist für den Deutschen Kulturrat ein letzter bedauerlicher Schritt. "Jetzt werden die allerletzten Türen geschlossen", sagte Geschäftsführer Olaf Zimmermann der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Donnerstag in Berlin. Russlands Regierung übe seit Jahren Druck auf deutsche Kultureinrichtungen aus, so etwa auf die Deutsche Welle oder die Politischen Stiftungen.

"Das Goethe-Institut ist eines der letzten Pflänzchen des Austausches gewesen", betonte Zimmermann. Diese weitere Eskalationsstufe sei besonders für Teile der russischen Bevölkerung sehr schlimm. "Ich hätte mir gewünscht, dass man den Kulturbereich nicht in diese Auseinandersetzung hineingezogen hätte", fügte Zimmermann hinzu.

Nach einem Sprengstoff-Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen hat die Bundesregierung Russland für verantwortlich erklärt und Strafmaßnahmen angekündigt. Darunter fällt die Schließung des Russischen Hauses, Veranstaltungs- und Kulturzentrum in Berlin. Als Gegenreaktion hat die russische Regierung angekündigt, das Goethe-Institut samt Niederlassungen in Russland zu schließen.