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Meldung

UN-Bericht: Extremer El Niño lässt Wetterkrisen 2027 befürchten

Im Pazifik baut sich das Klimaphänomen El Niño auf. Die ungewöhnliche Dynamik spricht für Wetterturbulenzen auch im kommenden Jahr. Was auf die einzelnen Regionen zukommt, ist laut der Weltwetterorganisation ungewiss.

Meteorologen warnen vor erheblichen Schwankungen der Niederschlags- und Temperaturmuster in den kommenden Monaten und damit verbunden vor Überschwemmungen, Dürren und extremer Hitze. Grund sei ein außergewöhnlich starker El Niño im tropischen Pazifik, teilte die Weltwetterorganisation WMO am Donnerstag in Genf mit. Inzwischen sei nahezu sicher, dass dieses Klimaphänomen bis Februar 2027 anhalten werde. Die WMO und nationale Wetterdienste hätten ihre Frühwarnmaßnahmen verstärkt.

Ein El Niño tritt typischerweise alle zwei bis sieben Jahre im Zusammenhang mit einer Erwärmung der Meeresoberfläche im Pazifik auf und sorgt für Störungen von globalen Wettermustern. Das Ereignis habe "das Potenzial, Gesellschaften und Volkswirtschaften auf der ganzen Welt einen massiven Schlag zu versetzen", sagte WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo. Mit Blick auf den bevorstehenden El Niño habe die Weltwetterorganisation eine Mobilisierung gestartet wie nie zuvor in ihrer 50-jährigen Geschichte.

UN-Generalsekretär António Guterres warnte, der Planet befinde sich "in unbekannten Gewässern". Es gelte, einen Wettlauf mit den wachsenden Risiken zu gewinnen.

Den Wissenschaftlern zufolge lag die durchschnittliche Oberflächentemperatur im zentral-östlichen Äquatorial-Pazifik von Mai bis Juli noch 1,5 Grad über dem Normalwert; im August stieg sie auf 2,2 bis 2,6 Grad über normal. In tieferen Schichten des Ozeans sei es im Juli und Anfang August teils mehr als 8 Grad wärmer gewesen als üblich. Die Daten deuteten auf eine weitere Verstärkung hin.

Man rechne damit, dass der El Niño gegen Ende des Jahres seinen Höhepunkt erreiche; die klimatischen Auswirkungen würden bis weit ins kommende Jahr hineinreichen, hieß es. Welche Folgen einzelne Regionen zu spüren bekämen, sei jedoch nicht vorhersagbar.