Save the Children: 4.300 Tote im Libanon - darunter 250 Kinder
Seit Mitte Juni gilt im Libanon offiziell eine Waffenruhe. Das Sterben gehe dennoch weiter, beklagt Save the Children. Ein halbes Jahr nach der jüngsten Eskalation zieht die Organisation eine traurige Bilanz.
Beirut/Berlin (KNA) In den sechs Monaten seit der jüngsten Eskalation des Konflikts im Libanon sind dort laut Gesundheitsministerium mehr als 4.300 Menschen getötet worden. Die Hilfsorganisation Save the Children weist besonders auf 257 getötete Kinder hin, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht. Zudem seien unter den rund 12.300 Verletzten mehr als 1.000 Kinder.
Trotz der im Juni vereinbarten Waffenruhe zwischen Israel und der mit dem Iran verbündeten Hisbollah seien Kinder weiterhin Gewalt, Vertreibung und den Folgen zerstörter Infrastruktur ausgesetzt. Erst Anfang dieser Woche sei im Südlibanon ein weiteres Kind bei der Explosion einer Streubombe getötet worden, so Save the Children. Seit Inkrafttreten der Waffenruhe am 19. Juni seien insgesamt mindestens 355 Menschen ums Leben gekommen.
