UN: 2,2 Millionen Tonnen Schutt nach Sturzflut in Nepal
Eine Woche nach der verheerenden Katastrophe in Nepal zeigt eine UN-Analyse das ungeheure Ausmaß der Zerstörung, das durch einen Gletscher-Kollaps verursacht wurde.
Kathmandu/New York (KNA) Die Flutkatastrophe in Nepal hat nach Schätzungen von UN-Experten 2,2 Millionen Tonnen Schutt und Trümmer hinterlassen. Das geht aus einer vorläufigen Analyse des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) hervor. "Das Ausmaß der Zerstörung ist enorm", heißt es. Die Zahl der Todesopfer stieg am Mittwoch auf über 1.120. Mehr als 4.000 Personen werden immer noch vermisst.
Die Sturzflut vom 26. August, ausgelöst durch einen Gletscher-Kollaps, habe ländliche Gemeinden getroffen, in denen die Lebensverhältnisse ohnehin prekär gewesen seien. Etwa zwei Drittel der mehr als 80.000 Betroffenen seien in der Landwirtschaft tätig. Durch die Katastrophe müssten sie nun mit langfristigen Auswirkungen auf Ernährungssicherheit und Familieneinkommen rechnen.
Die UN-Experten stützen sich bei der Schadensanalyse auf aktuelle Satellitenbilder: Diese zeigten, dass schätzungsweise 556.000 Tonnen Schutt von mindestens 2.350 zerstörten oder beschädigten Gebäuden stammten. Die gewaltige Menge an Trümmern zeige die Herausforderung, der sich die Gemeinden beim Wiederaufbau stellen müssten, so die Fachleute.
