Papst fordert Freilassung aller Geiseln des Massakers in Haiti
Erneut hat der Papst ein Wochenende an seinem Zweitwohnsitz Castel Gandolfo verlebt. Nach malerischem Boots-Korso am Samstagabend hielt er am Sonntag das Mittagsgebet auf der Dorfpiazza - vor vielen dankbaren Bürgern.
Castel Gandolfo (KNA) Papst Leo XIV. dringt auf eine unverzügliche Freilassung aller Geiseln des Massakers in Haiti. Die Nachrichten aus Kenscoff nahe der Hauptstadt Port-au-Prince, wo bei einem Banden-Angriff vor knapp einer Woche etwa 50 Menschen getötet und ebensoviele verschleppt wurden, seien dramatisch, sagte Leo XIV. beim Mittagsgebet in Castel Gandolfo nahe Rom, wo er das Wochenende verbrachte.
Er appelliere eindringlich an alle Verantwortlichen, sich "zu verpflichten, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten und allen Formen von Gewalt ein Ende zu setzen", so der Papst mit Blick auf die seit Jahren verheerende Sicherheitslage in dem Karibikstaat. Nach dem Mord an Haitis Präsident Jovenel Moïse 2021 bauten kriminelle Banden ihre Macht aus und terrorisieren die Bevölkerung. Rund 1,5 Millionen Menschen flohen innerhalb des Landes vor grassierender Gewalt.
Weiter rief der Papst zu Gebeten für die Toten, Verletzten und Vermissten sowie für Familien und Rettungskräfte der Flutkatastrophe in Nepal und Tibet auf. "Möge die Hilfsbereitschaft aller dazu beitragen, das Leid zu lindern und der Bevölkerung die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen", so Leo XIV. Am Mittwoch hatte er in einem Telegramm seine Anteilnahme ausgedrückt und für die Betroffenen gespendet.
