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Papst: Drogen zeigen das Scheitern einer entmenschlichten Welt

Drogenhandel und Drogensucht sind in vielen Ländern ein brennendes Problem. Besonders betroffen ist Lateinamerika. Der Vatikan hat dazu einen Kongress veranstaltet. Papst Leo hatte eine klare Botschaft an die Teilnehmer.

Papst Leo XIV. hat zu einem umfassenden Einsatz gegen Drogensucht und Drogenhandel aufgerufen und sich zugleich gegen drakonische Strafen für die Betroffenen ausgesprochen. In einer Ansprache an die Teilnehmer eines internationalen Kongresses, der vom 25. bis 27. August in Rom tagte, sagte der Papst: "Süchte sind ein komplexes Phänomen, sie machen das Scheitern einer entmenschlichten Welt sichtbar."

Weiter betonte Leo XIV: "Das Leiden der jungen Menschen fordert von uns ganzheitliche Antworten: Gemeinschaftliche Prävention, wissenschaftliche Aufmerksamkeit, eine Justiz mit menschlichem Antlitz und eine seelsorgerische Begleitung aus der Nähe."

In Lateinamerika und anderen Ländern werden derzeit drakonische Strafen gegen Drogenvergehen nach dem Vorbild der sehr strengen Justiz in El Salvador diskutiert. Demgegenüber betonte der Papst in seiner Ansprache: "Unser Beitrag muss auf die Fürsorglichkeit, das Da-Sein und die Wiederherstellung der Gemeinschaftsstrukturen ausgerichtet sein."

In seiner Ansprache lobte der Papst die Arbeit von Zentren in Asien, Afrika, Europa und ganz Amerika, die auf "Begleitung, Prävention und Wiedereingliederung von Jugendlichen auf der Grundlage des Glaubens" setzten. "Sie erinnern uns daran, dass die Hoffnung keine Grenzen kennt", so der Papst.

Der Kongress in Rom wurde in einer Kooperation gemeinsam vom Lateinamerikanischen Bischofsrat CELAM, der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), vom Vatikan sowie vom US-Außenministerium mit seiner auf die Bekämpfung des Drogenhandels spezialisierten Behörde INL veranstaltet.