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Gedenkstätten starten Kampagne gegen rechte Geschichtsmythen

Rechte Geschichtsmythen verbreiten sich schnell im Netz - gerade auch bei Jugendlichen. Kritische Erinnerung steht zunehmend infrage. Gedenkstätten in Brandenburg reagieren jetzt mit Posts in sozialen Netzwerken.

Die Gedenkstätten in Brandenburg haben eine Social-Media-Kampagne gegen rechtsextreme Geschichtsumdeutungen gestartet. Damit soll auf die Bedeutung einer kritischen Erinnerungskultur für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit hingewiesen werden, wie die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten am Montag in Oranienburg mitteilte. Zusammen mit dem Netzwerk "Digital History and Memory" organisieren sie die Kampagne unter dem Hashtag #demokratierelevant unter anderem auf Instagram, Facebook und Bluesky.

Die Kampagne reagiert laut den Gedenkstätten auf eine zunehmende Infragestellung der kritischen Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen. Nationalistische Geschichtsmythen und völkische Ideologie verbreiteten sich schnell, nicht zuletzt unter Jugendlichen, so die Organisatoren. Die Kampagnen-Posts sollen demgegenüber nachdrücklich für eine kritische Aufarbeitung der Gewaltgeschichte eintreten und deutlich machen, dass eine kritische Erinnerungskultur ein wichtiger Beitrag für eine offene und diverse Gesellschaft sei.