Übergriffe auf medizinisches Personal sollen härter bestraft werden
Immer wieder kommt es in Notaufnahmen von Krankenhäusern zu Übergriffen auf das dort arbeitende medizinische Personal. Nach dem Willen des Bundesgesundheitsministers sollen derartige Taten konsequenter geahndet werden.
Berlin (KNA) Angesichts wiederholter Übergriffe auf medizinisches Personal in Notaufnahmen in deutschen Krankenhäusern fordert Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann Konsequenzen für die Täter. "Es ist perfide, wenn in Notfallaufnahmen, wo es um Leben und Tod geht, Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger angegriffen werden. Da muss der Staat durchgreifen", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Er habe darüber bereits mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gesprochen.
Linnemann verwies in diesem Zusammenhang auf einen Gesetzentwurf, der für solche Übergriffe eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren vorsieht. "Dieses Gesetz muss meines Erachtens jetzt schnell durch den Bundestag", so der Minister. "Wer in solchen sensiblen Bereichen Menschen angreift, erfährt eine Null-Toleranz-Politik des Staates. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und sagen: beschleunigte Verfahren. Dass die Strafe auf dem Fuße folgt, dass man möglichst nach wenigen Tagen oder Wochen Urteile fällt."
