Mehr als 2.000 Ebola-Tote im Kongo
Trotz Sicherheitsmaßnahmen steigt die Zahl der Ebola-Fälle im Osten der Demokratischen Republik Kongo weiter. Offiziellen Angaben zufolge wurden bereits 4.381 verzeichnet. Das Virus hat Auswirkungen auf den Alltag.
Kinshasa/Bonn (KNA) Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind bereits 2.011 Menschen nachweislich an Ebola gestorben. Insgesamt wurden in den fünf betroffenen Provinzen 4.381 Fälle bestätigt, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Den Angaben zufolge breitet sich das Virus schneller als bei bisherigen Ausbrüchen aus.
Im aktuellen Fall handelt es sich um das Bundibugyo-Virus. Gegen dieses gibt es bisher keine zugelassene Impfung und auch keine spezifische Therapie.
Offiziell wurde der Ausbruch am 15. Mai bestätigt. Experten gehen jedoch davon aus, dass es erste Fälle bereits im Februar gab. Die Symptome wurden zunächst als Malaria oder Typhus gedeutet.
Der Ausbruch wirkt sich überall in den betroffenen Provinzen auf den Alltag aus. Ein Versammlungsverbot wurde Ende Juni in vier Provinzen wie in der Hauptstadt Kinshasa, die mehr als 1.500 Kilometer vom Epizentrum in der Provinz Ituri entfernt liegt, erlassen.
Nach Informationen des Senders Radio Okapi hat nun Sosthène Ayikuli, Bischof des Bistums Mahagi-Nioka, die Diözesanwallfahrt abgesagt. Die Wallfahrt zum Heiligtum von Erira zieht den Angaben zufolge jährlich Tausende Katholiken aus den verschiedenen Pfarreien der Diözese und den umliegenden Regionen an.
