Papst Leo XIV. mahnt politische Verantwortung im KI-Zeitalter an
Künstliche Intelligenz und ihr Einsatz im Krieg beschäftigen den Papst seit geraumer Zeit. Nun ist es auch Thema seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2027.
Vatikanstadt (KNA) Papst Leo XIV. warnt vor der Übertragung militärischer Entscheidungen an Künstliche Intelligenz. In seiner am Dienstag vom Vatikan veröffentlichten Botschaft zum nächsten Weltfriedenstag mahnt er Politiker, ihre moralische Verantwortung wahrzunehmen.
Der Papst appelliert an die internationale Gemeinschaft, sich für gemeinsame Vereinbarungen einzusetzen, "die imstande sind, die menschliche Verantwortlichkeit und die humanitären Grundsätze in Situationen zu wahren, in denen es um das Leben von Menschen und das Zusammenleben der Völker geht".
Das Thema des 60. Weltfriedenstags, der am 1. Januar 2027 begangen wird, lautet "Die Technik entwaffnen, dem Frieden dienen. Politik als Vorsorge-Verantwortung". Damit wolle Leo XIV. daran erinnern, dass kein Algorithmus existiere, der Krieg moralisch vertretbar machen könne.
Papst Paul VI. führte den katholischen Weltfriedenstag zu Neujahr 1968 ein, um angesichts des Wettrüstens zwischen Ost und West und zahlreicher Kriege den Frieden zu fördern. Seither veröffentlichen die Päpste stets eine besondere Botschaft zu diesem Tag.
