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Papst beklagt zivile Opfer in Ukraine und Russland - Sorge um Sudan

Immer wieder mahnt der Papst Frieden in der Ukraine an, auch beim Mittagsgebet im Vatikan. Doch diesmal ruft er ausdrücklich beide Seiten zum Ende der Kampfhandlungen auf - gleich zweimal.

Papst Leo XIV. hat beide Parteien im Ukrainekrieg nachdrücklich zu einem sofortigen Ende der Kampfhandlungen aufgerufen. "Schmerzliche Nachrichten über getötete und verletzte Unschuldige in der Ukraine und in Russland" häuften sich, sagte er im Vatikan. "Tragische Vorfälle" führten zu immer mehr zivilen Opfern, darunter auch Kinder.

Es sei an der Zeit, die Spirale der Gewalt zu durchbrechen und Raum für Diplomatie und Dialog zu schaffen, um den Weg zum Frieden zu ebnen. "Ich stehe an der Seite der Familien der Opfer, der Verletzten und all jener, die unter dem andauernden Konflikt leiden", so der Papst auf Italienisch beim traditionellen Mittagsgebet.

Zuvor hatte er auf Englisch seine Sorge über die anhaltend "tragische Lage" im Sudan, insbesondere in der Stadt El Obeid, geäußert. Er erneuerte seinen Appell an die Verantwortlichen, humanitäre Korridore für die Zivilbevölkerung zu gewährleisten. "Zugleich rufe ich die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Bemühungen um einen sofortigen Waffenstillstand zu unterstützen", sagte Leo XIV.

Im Sudan tobt seit 2023 ein Krieg um Macht und Ressourcen. Mehr als 13 Millionen Menschen sind auf der Flucht: rund 9 Millionen innerhalb des Sudans, 4,5 Millionen in den Nachbarländern Tschad, Südsudan und Ägypten. Mit 20 Millionen hungernden Menschen und mehr als 150.000 im Krieg Getöteten gilt der Sudankonflikt als aktuell größte humanitäre Krise weltweit.

In der seit Monaten belagerten sudanesischen Großstadt El Obeid bahnt sich nach UN-Angaben eine humanitäre Katastrophe an. Die Stadt mit üblicherweise rund 500.000 Einwohnern sei überfüllt; in offiziellen Camps der Vereinten Nationen befänden sich Zehntausende Vertriebene, die Nahrungsmittel reichten nicht, der Treibstoff für Hilfstransporte drohe auszugehen.