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Archäologen finden am Naumburger Dom mittelalterliche Elite-Gräber

Der Naumburger Dom gehört zum Unesco-Welterbe - nun haben Archäologen einen spannenden Fund gemacht: 13 Gräber offenbar gut betuchter Mitglieder der Stadtgesellschaft aus dem 11. Jahrhundert. Was bekannt ist.

Archäologen haben am Naumburger Dom einen bislang unbekannten Friedhof aus dem Mittelalter entdeckt. Die 13 Gräber stammen aus dem 11. Jahrhundert und die Verstorbenen gehörten offenbar zur wohlhabenden gesellschaftlichen Elite, wie das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt am Montag in Halle mitteilte. Das schlossen die Forscher demnach unter anderem aus den gemauerten Steinkisten, die sie jetzt im Zuge einer umfassenden Umgestaltung des Domplatzes entdeckten.

Eine solche Ruhestätte sei wegen der aufwendigen Gräber und der Ortslage vor dem Hauptzugang des Doms vor allem für Kirchenstifter vorgesehen gewesen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig untersuchten demnach auch die DNA der gefundenen Skelette in den Gräbern. Es handele sich um Frauen, Männer, Jugendliche und ein einjähriges Kind. Der Naumburger Dom gehört seit 2018 zum Unesco-Welterbe.