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Katzenstudie: Mehr als 11.000 Samtpfoten registriert

Mehr als 11.000 Katzen liefern Daten für ein internationales Forschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum. Die ersten Erkenntnisse zur Körpersprache der Tiere werden derzeit für eine Fachzeitschrift aufbereitet.

Die Katzenstudie der Ruhr Universität Bochum ist auf ein sehr großes Interesse gestoßen: Mehr als 11.000 Katzen wurden als Teilnehmende registriert. Die Videos der Katzen haben ungefähr ein Terrabyte an Daten ergeben, erklärt Patrick Reinhardt, Ansprechpartner für die Studie. Ein Terrabyte entspricht ungefähr 250.000 Fotos oder 500 Stunden Videos in guter Qualität.

An der Ruhr Universität Bochum läuft ein internationales Projekt, das die Körpersprache der Tiere erforschen will. Die Ende Juli vergangenen Jahres hatte sie dazu aufgerufen, kurze Videoclips von Katzen einzuschicken. Die Halter sollten außerdem vorab einen Fragebogen über die Katze und ihre Beziehung zu dem Tier ausfüllen.

Die Forschenden interessierten sich dafür, wie die Katze den Schwanz bei der Begrüßung hält, auf welcher Seite sie schläft und wie sie ihre Pfoten einsetzt, um Leckerchen aus einem Versteck zu angeln. Die Aufforderung, Katzenvideos einzuschicken, habe einen ganz praktischen Grund, erklärte damals Patrick Reinhardt. Denn man erhielte aussagekräftigere Daten, wenn die Tiere in ihrem normalen Umfeld beobachtet würden.

Die ersten Ergebnisse werden laut Reinhardt nun für einen Artikel in einer Fachzeitschrift aufgearbeitet. Da eingereichte Beiträge einer rigorosen Qualitätsprüfung, dem Peer Review, unterzogen würden, könne es bis zur Veröffentlichung aber noch dauern. Da die teilnehmenden Katzenbesitzer freiwillig ihre Email-Adresse angeben konnten, um eine Rückmeldung zu erhalten, werden sie nicht so lange warten müssen, meint Patrick Reinhardt.